Bauen für die Zukunft – kreativ und umweltfreundlich
Ein Beitrag in tagesschau24 vom 12. November 2025 zeigt, wie es in anderen Bundesstaaten gelingt.
https://www.tagesschau.de/wissen/klima/klimakonferenz/klimaneutral-bauen-100.html
Sanierung im Bestand – ein ungeahntes Potential
Statt Abreißen kann alte Bausubstanz grundsaniert und erhalten bleiben. Die spart CO2 ein, Beton und Bauschutt. Laut Umweltbundesamt machen in Deutschland Bauabfälle etwa 60% des Gesamtmülls aus. Beton is besonders umweltschädlich. Es besteht zum Großteil aus Zement, das bei großer Hitze hergestellt werden muss, um Kalkstein zu verbrennen, wodurch CO2 freigesetzt wird. Zum Erhitzen der Öfen wird fossile Energie verwendet und dabei ebenfalls CO2 ausgestoßen.
An dieser Stelle möchten wir auch nochmal auf unsere Baustoffbörse aufmerksam machen, die der Vermittlung von noch brauchbarem Baumaterial dient und helfen soll, die Umweltbelastung durch Neuherstellung von Materialen zu reduzieren.
Ökologisches Bauen
Bauen mit Holz
Die Bundesregierung will die Verwendung von Holz als Baumaterial für Häuser und Wohnungen fördern. Holz gilt als umweltfreundlich, da das gespeicherte CO2 auf Dauer im Baumaterial gebunden bleibt. Holz findet Anwendung in der Leicht – und Massivbauweise im Alt – und Neubau, wobei der angestrebte Niedrigenergiehaus-Standard erreicht wird.
Bauen mit Stroh und Lehm
Bauen mit Stroh.
Mit dem modernen Strohballenbau kommt ein alter Baustoff neu zur Geltung. Stroh wurde bereits im späten 19. Jahrhundert in Amerika zur Errichtung von Gebäuden eingesetzt. Mit der Verbreitung von standartisierten Industriebaustoffen verlor der Strohbau jedoch zunehmend an Bedeutung. Erst in den vergangenen 20 Jahren – parallel zum Aufkommen des modernen Holzbaus – erlebte Stroh als Baustoff eine wahre Renaissance.
Lehmputz.
Lehmputz wirkt sich positiv auf das Raumklima aus, wirkt feuchteregulierend und bietet somit den optimalen Schutz für alle Holzbauteile in der Wandkonstruktion. In Fachwerkhäusern wurde daher schon vor Jahrhunderten Lehm als Baustoff eingesetzt. Lehm schützt durch seine Hygroskopizität das Holz vor Feuchteschäden und erhöht somit die Haltbarkeit der Wandkonstruktion. Dabei handelt es sich um ein Naturprodukt ohne Zuschläge das sich in seiner Zusammensetzung seit Jahrhunderten nicht verändert hat.
Mit dem passenden Heizsystem in die Zukunft
Alt raus – neu rein:
Eine Öl- oder Gasheizung ist zwar eine sehr komfortable, aber zunehmend teure Art der Wärmeversorgung. Als fossiele Energieträger sind sie erheblich am rassanten CO2 Anstieg beteiligt. Ölheizungen sollten grundsätzlich nicht mehr eingebaut werden. Aber auch Gas kann nur noch als Übergangslösung eine Verwendung finden. Mit dem Heizungsgesetz wird der Übergang von alten Heizkesseln zu modernen und klimafreundlichen Heizungen geregelt. Ein weiteres Gesetz ist in Arbeit, das regelt, wie Stadtwerke künftig ihre Gasnetze stilllegen können.
In der holzverarbeitenden Industrie fallen enorme Mengen an Restholz an – dadurch und durch die kurzen Transportwege zählt Holz seit Jahren zu den günstigsten und weitgehend CO2-neutralen Brennstoffen. Egal ob Stückgut, Pellets oder Hackschnitzel – für jeden Anwendungsfall gibt es das passende Heizsystem. Mit unserem heimischen Energieträger Holz und der Sonne können wir uns unabhängig vom Weltenergiemarkt machen.
Der Anschluss an Blockheizkraftwerken, mit Biogas betrieben, ist eine zukunftsfähige Wärmequelle.
Die thermischen Solarenergie wurde in den vergangenen Jahren wegen des Flächenbedarfes für PV-Anlagen viel zu wenig beachtet. Zur Warmwassererzeugung muss ihr in Zukunft wieder mehr Bedeutung beigemessen werden. Hier ist erhebliches, ungenutztes Potential, gerade bei Häusern mit Niedrigenergiestandarts.
Weitere Informationen finden Sie beim Energiespar-Infopaket mit Faltblättern und Thermocard vom Umweltinstitut München e.V. unter https://umweltinstitut.org/energie-und-klima/umweltinstitut-heizpaket/heizen-kosten-senken-klimafreundliche-alternativen/?tw_cid=118
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