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Sonntag, 17. Dezember 2017

Studie im Auftrag von Greenpeace Energy eG

 

Im Auftrag von Greenpeace Energy eG hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS) eine Studie zum Vergleich der staatlichen Förderungen und gesamtgesellschaftlichen Kosten von konventionellen und erneuerbaren Energien erstellt. Bereits seit 2010 lässt Greenpeace Energy in gleichnamigen Studien regelmäßig untersuchen 'Was Strom wirklich kostet'. Nun liegt eine überarbeitete Auflage vor.

Das Ergebniss ist deutlich:"die EEG-Umlage, über die der Ökostrom-Ausbau gefördert wird, ist transparent auf der Stromrechnung ausgewiesen. Der Stromkunde weiß also, was ihn der ökologische Umbau unserer Energieversorgung kostet. Die „versteckten“ Summen aus staatlichen Förderungen und externen Kosten, (für koventionelle Energien) die im Gegensatz zur EEG-Umlage eben nicht transparent auf der Stromrechnung erscheinen,.... verursachen in 2014 und 2015 gesamtgesellschaftliche Kosten von jeweils rund 40 Milliarden Euro. Das ist mehr als doppelt so viel, wie pro Jahr per EEG in den Ausbau der Erneuerbaren fließt." So die Vorstände von Greenpeace Energy eG Sönke Tangermann und Nils Müller.

Mit dieser Kostenaufstellung auf der Stromrechnung ensteht der Eindruck, dass nur die 'Erneuerbaren' eine Förderung erhalten.

Tatsächlich aber, erhalten die konventionellen Energieerzeuger Atomenergie, Steinkohle und Braunkohle seit Jahrzehnten im erheblichen Umfang Förderungen und Vergünstigungen aus staatlichen Mitteln. Die Studie zeigt auf, '..dass die Förderung der konventionellen Energien zusammen mehr als sechs mal so hoch ausfällt wie die Förderung der Erneuerbaren. Hinzu kommt, dass die fossilen und atomaren Energieträger hohe Folgekosten durch Umwelt- und Klimaschäden, sowie die mit Atomenergie verbundenen Risiken verursachen, die ihnen ebenfalls nur zu geringen Anteilen in Rechnung gestellt werden (so genannte externe Kosten). Diese beiden Kostenblöcke staatlicher Förderungen und externer Kosten werden oftmals nicht direkt mit dem Preis konventioneller Energieträger in Verbindung gebracht, müssen aber in letzter Konsequenz doch bezahlt werden: In Form von Steuerzahlungen, oder als gesellschaftliche Folgekosten des Klimawandels und der Belastungen von Menschen und Umwelt.', so die Studie.

 

Die Studie "Was Strom Wirklich kostet" in Kurz- und Langfassung gibt es zum Downloaden unter

http://www.greenpeace-energy.de/presse.html